Stipendien und Darlehen

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Die Vergabe von Ausbildungsbeiträgen ist Teil der Bildungspolitik von Bund und Kantonen. Ausbildungsbeiträge sind eine bildungspolitische Massnahme, um die soziale Ungleichheit im Bildungswesen zu verringern. Auch weniger begüterte und bildungsferne Bevölkerungsschichten sollen Zugang zu höherer Bildung haben, damit das Bildungspotenzial der Gesellschaft besser ausgeschöpft werden kann.

In Basel-Stadt gilt – wie in der ganzen Schweiz – der Grundsatz, dass die Ausbildungsfinanzierung in erster Linie Sache der Eltern und der Auszubildenden selbst ist (Subsidiaritätsprinzip). Auch wenn die Kinder mündig sind, haben die Eltern im Rahmen des Zumutbaren für deren Ausbildung und Unterhalt aufzukommen. Wenn die finanziellen Mittel der Eltern und der Auszubildenden nicht ausreichen, können die Kantone Ausbildungsbeiträge zur Verfügung stellen. Ausbildungsbeiträge existieren in Form von Stipendien und Darlehen.

Basel-Stadt als Pionier

Der Kanton Basel-Stadt kennt seit vielen Jahren ein gut ausgebautes und modernes Stipendienwesen, das dem raschen gesellschaftlichen Wandel Rechnung trägt. Er vergibt beträchtliche Mittel in Form von Stipendien und Darlehen: für nachobligatorische Ausbildungen und Weiterbildungen im Rahmen einer Erstausbildung sowie in plausiblen Fällen auch für Zweitausbildungen. Dies sowohl auf der Sekundarstufe II (Mittelschulen und Berufsbildung) wie auch auf der Tertiärstufe (Höhere Berufsbildung, Fachhochschulen, Universitäten und ETH).

Interkantonales Stipendien-Konkordat

Das Stipendienwesen der Schweiz ist kantonal geregelt, kennt also 26 verschiedene gesetzliche Grundlagen. Deshalb kommt der Harmonisierung durch die Verankerung von gewissen Mindestnormen und Grundsätzen auf nationaler Ebene grosse Bedeutung zu. Der Kanton Basel-Stadt war federführend bei der Erarbeitung des Interkantonalen Konkordats zur Harmonisierung von Ausbildungsbeiträgen (Stipendien-Konkordat), das seit März 2013 besteht. Er ist denn auch als erster Kanton dem Konkordat im März 2010 beigetreten.

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